Cheops-Pyramide von Gizeh

Das letzte erhaltene Weltwunder der Antike -- erbaut vor uber 4.500 Jahren.

8 AM5 PM200 EGP (exterior), 400 EGP (interior)29.9792, 31.1342

Die Cheops-Pyramide von Gizeh ist die alteste und grosste der drei Pyramiden auf dem Gizeh-Plateau. Um 2560 v. Chr. als Grabstatte fur Pharao Cheops errichtet, war sie mit einer ursprunglichen Hohe von 146,6 Metern uber 3.800 Jahre lang das hochste von Menschenhand geschaffene Bauwerk. Sie besteht aus etwa 2,3 Millionen Kalksteinblocken mit einem Durchschnittsgewicht von jeweils 2,5 Tonnen. Trotz jahrtausendelanger Forschung gehoren die genauen Baumethoden nach wie vor zu den grossten Ratseln der Geschichte.

Warum besuchen

Sie ist das letzte erhaltene Weltwunder der Antike
Die schiere Grosse muss man einfach personlich erleben
Erkunden Sie die inneren Kammern und aufsteigenden Gange

Was gibt es zu sehen

Konigskammer
Die Hauptgrabkammer befindet sich tief im Inneren der Pyramide am Ende des aufsteigenden Gangsystems und enthalt einen grossen Granitsarkophag, der vermutlich wahrend des Baus platziert wurde, da er zu gross ist, um durch die Gange zu passen. Die Kammer ist vollstandig aus poliertem Assuan-Granit gebaut -- Wande, Boden und Decke -- mit massiven Entlastungskammern daruber, die das Gewicht der Millionen Tonnen Gestein verteilen. Der Aufstieg erfolgt uber die Grosse Galerie, einen 47 Meter langen aufsteigenden Korridor mit einer aussergewohnlichen Kragsteindecke von 8,6 Metern Hohe. Die strenge Erhabenheit der Kammer, verbunden mit dem Wissen, im Herzen eines 4.500 Jahre alten Monuments zu stehen, macht dies zu einem der eindrucksvollsten Erlebnisse in Agypten.
Koniginnenkammer
Unterhalb der Konigskammer befindet sich eine kleinere Kammer, die fruher falschlicherweise als Grabkammer der Konigin identifiziert wurde -- in Wahrheit war sie wahrscheinlich eine versiegelte Serdab (Statuenkammer) oder eine aufgegebene fruhere Version der Grabkammer. Die Kammer besitzt eine markante Giebelsatteldachdecke aus massiven Kalksteinblocken und enthalt eine geheimnisvolle Nische in der Ostwand, die moglicherweise einst eine Statue des Ka (Geist) des Konigs beherbergte. Im Jahr 1993 entdeckte ein kleiner Roboter enge Schachte, die von der Kammer nach oben fuhren -- zu klein fur einen Menschen -- und auf kleine Steinplatten mit Kupfergriffen stiessen, die hitzige Debatten uber verborgene Kammern dahinter auslosten. Nachfolgende Robotermissionen durchbohrten die Blockaden und fanden weitere verschlossene Raume, die das Mysterium nur noch vertieften. Die Kammer und ihre unerforschten Schachte bleiben einer der faszinierendsten ungelosten Aspekte der Pyramide.
Grosse Galerie
Der beeindruckendste architektonische Raum im Inneren der Pyramide -- ein 47 Meter langer, 8,6 Meter hoher aufsteigender Korridor mit einer prachtvollen Kragsteindecke, bei der sich sieben Schichten polierter Kalksteinblocke nach oben hin verjungen und eine steil ansteigende Passage von atemberaubendem Ausmass und Prazision bilden. Die Wande sind glatt poliert, und Rampenstufen auf beiden Seiten flankieren einen zentralen Kanal, uber den moglicherweise die grossen Granitblockiersteine nach dem Begrabniszug nach unten geglitten wurden, um die Kammer fur immer zu versiegeln. Der Aufstieg durch die Grosse Galerie -- gebuckt und staunend -- gehort zu den einzigartigsten architektonischen Erlebnissen der Welt und verdeutlicht die Grosse des Bauwerks eindringlicher als jeder Blick von aussen.
Sonnenbarken-Museum
Dieses eigens errichtete Museum beherbergt ein vollstandig rekonstruiertes 43 Meter langes Zedernholzboot, das 1954 vom agyptischen Archaologen Kamal el-Mallah in einer hermetisch versiegelten Grube neben der Pyramide entdeckt wurde. Das Schiff, bestehend aus 1.224 Einzelteilen aus libanesischem Zedernholz und uber 14 Jahre hinweg sorgfaltig zusammengesetzt, ist eines der altesten und grossten intakten antiken Boote, die je gefunden wurden. Es wird als Sonnenbarke gedeutet, die die Seele des Pharaos an der Seite des Sonnengottes Ra uber den Himmel tragen sollte. Die Handwerkskunst ist aussergewohnlich -- die Planken sind mit Seilen zusammengenaaht statt genagelt, und das Boot tragt noch schwache Spuren seiner ursprunglichen Holzmuster. Beachten Sie, dass dieses Schiff in das Grand Egyptian Museum umgezogen wird -- prufen Sie die aktuelle Verfugbarkeit, bevor Sie Ihren Besuch planen.
Sound & Light Show
Ein abendliches Spektakel, das das gesamte Gizeh-Plateau in ein dramatisches Freilufttheater verwandelt, mit farbigen Lichtern, Laserprojektionen und Orchestermusik, die die Pyramiden und die Sphinx vor dem Nachthimmel erstrahlen lassen. Die Erzahlung, in mehreren Sprachen verfugbar, verwebt die Geschichte der Pharaonen und den Bau der Pyramiden im Laufe einer 45-minutigen Vorfuhrung. Die Grosse Pyramide vor der Wustenfinsternis leuchten zu sehen, wahrend die Sphinx zu sprechen scheint, ist selbst fur Skeptiker wirklich atmospharisch. Die Show findet allabendlich mit wechselnden Sprachprogrammen statt -- prufen Sie die Sprache des Abends vor der Buchung. Kommen Sie fruh, um einen guten Platz im Freiluft-Amphitheater zu sichern, und bringen Sie eine leichte Schicht mit, da Wustenabende uberraschend kuhl sein konnen.

Historische Details

Pharao Cheops
Cheops (agyptisch Chufu) regierte wahrend der 4. Dynastie des Alten Reiches (ca. 2589-2566 v. Chr.) und ist fast ausschliesslich fur die Grosse Pyramide bekannt. Ironischerweise ist die einzige gesicherte Darstellung dieses Erbauers des grossten Bauwerks der Antike eine winzige Elfenbeinstatuette von nur 7,5 cm Hohe, die heute im Agyptischen Museum in Kairo ausgestellt ist. Antike griechische Historiker wie Herodot schilderten ihn als Tyrannen, der Hunderttausende in die Zwangsarbeit trieb, doch die moderne Archaologie legt nahe, dass die Arbeiter wahrscheinlich gut versorgte Saisonarbeiter waren, die im Rahmen eines landesweiten Arbeitsdienstsystems wahrend der Niluberschwemmung eingesetzt wurden.
Baugeheimnisse
Die Pyramide wurde in etwa 20 Jahren mit rund 2,3 Millionen Steinblocken errichtet -- das bedeutet, dass taglich Hunderte von Blocken prazise platziert werden mussten. Wie die alten Agypter diese Leistung vollbrachten, ist nach wie vor eines der grossten Ratsel der Geschichte und hat unzahlige Theorien hervorgebracht: Rampen (gerade, spiralformig oder intern), Hebevorrichtungen, Gegengewichtssysteme und sogar die Theorie, dass die Blocke vor Ort gegossen und nicht geschnitten wurden. Jungste Entdeckungen, darunter ein antikes Papyrus-Logbuch (die Papyri von Wadi al-Dscharf), das die Arbeit eines Steinlieferungs-Teams beschreibt, haben neue Einblicke gewahrt, doch das Gesamtbild bleibt faszinierend unvollstandig.
Ausrichtung
Die Grosse Pyramide ist mit einer Prazision von nur 3/60 Grad nach wahrem Norden ausgerichtet -- genauer als das Royal Observatory in Greenwich, das uber 4.000 Jahre spater mit dem Vorteil moderner Instrumente gebaut wurde. Die Basis ist ebenfalls bemerkenswert eben, mit einer Abweichung von nur 2,1 Zentimetern uber das gesamte 230 Meter lange Fundament, eine Leistung, die selbst moderne Vermesser herausfordern wurde. Forscher haben verschiedene Theorien vorgeschlagen, wie diese Prazision erreicht wurde, darunter die Beobachtung zirkumpolarer Sterne und die Nutzung des Sonnenschattens zur Tagundnachtgleiche. Diese aussergewohnliche Genauigkeit legt nahe, dass die alten Agypter ein hochentwickeltes Verstandnis von Astronomie und Mathematik besassen, das weit uber das hinausgeht, was ihre erhaltenen Texte offenbaren.

Besuchertipps

  • Die Tickets fur das Innere der Pyramide sind begrenzt und ausserst begehrt -- kaufen Sie sie fruhmorgens an der Kasse
  • Die inneren Gange sind eng, niedrig und heiss -- nicht geeignet bei Platzangst
  • Besuchen Sie den Aussichtspunkt hinter den Pyramiden fur das beste Panoramafoto aller drei Pyramiden
  • Morgens kurz nach Offnung ist die beste Zeit, um Menschenmassen zu vermeiden
  • Einen lizenzierten Fuhrer am Eingang zu engagieren wird fur den historischen Kontext empfohlen

Verwandte Denkmäler

Öffnungszeiten

8 AM5 PM

Eintrittspreis

200 EGP (exterior), 400 EGP (interior)

Epoche

Old Kingdom, c. 2560 BC

Erbaut von

Pharaoh Khufu (Cheops)

Standort

29.9792, 31.1342