Zitadelle von Saladin

Kairos mittelalterliche Festung auf dem Hugel -- gekront von der prachtigen Muhammad-Ali-Moschee.

8 AM5 PM200 EGP30.0288, 31.2599

Die Zitadelle von Saladin ist eine mittelalterliche Festung auf dem Mokattam-Hugel mit Blick uber ganz Kairo. Im 12. Jahrhundert von Sultan Saladin als Verteidigung gegen die Kreuzfahrer erbaut, diente sie fast 700 Jahre lang als Sitz der agyptischen Regierung. Heute ist ihr markantestes Bauwerk die Muhammad-Ali-Moschee (auch Alabastermoschee genannt), deren Silberkuppeln und schlanke Minarette die Skyline Kairos dominieren. Die Festung bietet zudem Panoramablicke uber die Stadt bis hin zu den Pyramiden von Gizeh.

Warum besuchen

Kairos eindrucksvollster Aussichtspunkt -- Panoramablicke bis zu den Pyramiden
Die prachtvolle Muhammad-Ali-Moschee ist eines der grossartigsten Gebaude Kairos
700 Jahre Geschichte -- von Saladins Kreuzzugszeit-Festung bis zum osmanischen Prunk

Was gibt es zu sehen

Muhammad-Ali-Moschee
Die beherrschende Moschee der Zitadelle -- erbaut zwischen 1830 und 1848 im osmanischen Stil mit auffallig silbernen Kuppeln und schlanken Minaretten, die in ganz Kairo sichtbar sind. Das Innere ist opulent, mit einer riesigen zentralen Kuppel, reich verziert mit goldenen Kalligraphien und Mustern, einem gewaltigen, von der Decke hangenden Kronleuchtersystem aus Kristalllampen und einem Alabaster-verkleideten unteren Wandbereich, der der Moschee ihren Spitznamen gab. Die Moschee wurde im Auftrag von Muhammad Ali Pascha errichtet -- dem Grunder des modernen Agyptens -- und ist bewusst als osmanische Antwort auf Istanbuls kaiserliche Moscheen gestaltet, die Kairos Status als Hauptstadt eines aufstrebenden modernen Staates unterstreichen sollte.
Panoramaterrasse
Die Aussichtsterrassen der Zitadelle bieten einen der beeindruckendsten Stadtblicke Agyptens -- die ausgedehnte Metropole Kairo erstreckt sich nach Norden und Westen, durchzogen von Minaretten und Kuppeln, und an klaren Tagen sind die Pyramiden von Gizeh am Horizont als markante Silhouetten erkennbar. Morgens oder am spaten Nachmittag bietet sich die beste Sicht.
Militarmuseum & Polizeimuseum
Innerhalb des Zitadellenkomplexes bietet das Militarmuseum (untergebracht im ehemaligen Harem-Palast) agyptische Militargeschichte von der Pharaonenzeit bis zum 20. Jahrhundert. Das benachbarte Polizeimuseum prasentiert eine kuriose Mischung aus Uniformen, Waffen und Ausstellungen zu berumhten Kriminalfallen. Beide Museen sind im Eintrittspreis der Zitadelle enthalten.
Obelisk der Hatschepsut
Einer der hochsten erhaltenen antiken Obelisken der Welt mit 29,6 Metern, aus einem einzigen Stuck rotem Assuan-Granit mit einem Gewicht von etwa 323 Tonnen gehauen und von Konigin Hatschepsut um 1457 v. Chr. zu Ehren des Gottes Amun errichtet. Die Oberflache des Obelisken ist mit Hieroglypheninschriften bedeckt, die Hatschepsuts Hingabe an Amun und die Leistung des Abbaus, Transports und Aufrichtens des Monuments beschreiben -- was sie behauptet, in nur sieben Monaten vollbracht zu haben. Ihr Nachfolger Thutmosis III., der systematisch Hatschepsuts Vermachtnis tilgte, liess eine Sandsteinmauer um die untere Halfte des Obelisken errichten, um ihre Kartuschen zu verbergen, doch ironischerweise schutzte diese Mauer die Inschriften und bewahrte sie in besserem Zustand als der freiliegende obere Teil.

Historische Details

Saladins Festung
Sultan Saladin begann 1176 mit dem Bau der Zitadelle als Teil einer umfassenden Verteidigungsstrategie fur Kairo gegen mogliche Kreuzfahrerangriffe. Die Lage auf dem Mokattam-Hugel bot strategische Vorteile: Die Hohe machte die Festung praktisch uneinnehmbar und ermoglichte Sicht in alle Richtungen. Die Zitadelle wurde nach seiner Regentschaft fertiggestellt und diente als Sitz agyptischer Herrscher von den Ayyubiden uber die Mamluken bis zu den Osmanen und schliesslich bis zum Bau des Abdeen-Palastes im 19. Jahrhundert.
Muhammad Alis Transformation
Im fruhen 19. Jahrhundert gestaltete Muhammad Ali Pascha -- der in Albanien geborene osmanische Offizier, der die Macht ergriff und die Dynastie grundete, die Agypten bis 1952 regieren sollte -- die Zitadelle dramatisch um, um seine Vision eines modernisierten Agyptens widerzuspiegeln. Er liess die meisten mittelalterlichen Mamlukenpalaste abreissen und ersetzte sie durch den Moschee- und Palastkomplex, der heute sichtbar ist, wobei er bewusst den osmanischen Architekturstil Istanbuls wahlte, um Agyptens Ambitionen auf der Weltbuhne zu signalisieren. Seine Herrschaft war auch Schauplatz des beruchtigten Massakers an den Mamluken im Jahr 1811, als er Hunderte rivalisierender Mamlukenfuhrer zu einem Bankett in die Zitadelle einlud und sie beim Verlassen durch das enge Tor uberfallen und toten liess -- ein Ereignis, das ihm die absolute Macht sicherte. Das Tor, an dem das Massaker stattfand, ist noch heute zu sehen, und die Geschichte bleibt eine der dramatischsten Episoden der agyptischen Geschichte.

Besuchertipps

  • Besuchen Sie an einem klaren Tag -- der Dunst kann die Pyramidensicht verdecken
  • Schuhe werden am Eingang der Moschee ausgezogen -- tragen Sie leicht an- und ausziehbare Schuhe
  • Kombinierbar mit der nahegelegenen Sultan-Hassan-Moschee und der Al-Rifai-Moschee am Fuss des Hugels

Verwandte Denkmäler

Öffnungszeiten

8 AM5 PM

Eintrittspreis

200 EGP

Epoche

Medieval Islamic, founded 1176 AD

Erbaut von

Salah al-Din (Saladin)

Standort

30.0288, 31.2599

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