Memnon-Kolosse

Zwei gewaltige Sitzstatuen wachen seit 3.400 Jahren uber Luxors Westufer -- Agyptens beruhmteste Steinriesen.

6 AM5 PMFree25.7205, 32.6104

Die Memnon-Kolosse sind zwei massive Sitzstatuen aus Quarzit, die Pharao Amenhotep III. darstellen und seit uber 3.400 Jahren am Eingang seines einst riesigen Totentempels auf Luxors Westufer Wache stehen. Jede Statue ist 18 Meter hoch und wiegt geschatzte 720 Tonnen. In der Antike wurden sie beruhmt, weil eine der Statuen nach einem Erdbeben bei Sonnenaufgang 'sang' -- ein Phanomen, das romische Touristen aus dem gesamten Reich anlockte.

Warum besuchen

Erleben Sie die monumentale Grosse zweier 3.400 Jahre alter Steinriesen
Ein kostenloser Halt am Westufer -- direkt an der Hauptstrasse zu den Konigsgrabern
Die faszinierende Geschichte der 'singenden' Statue, die romische Touristen anlockte

Was gibt es zu sehen

Die Kolossalstatuen
Die beiden Statuen erheben sich 18 Meter uber die flache Ebene des Niltals und schaffen einen eindrucksvollen Anblick vor dem Hintergrund der thebanischen Berge. Obwohl stark verwittert und von Erdbeben beschadigt, vermitteln sie nach wie vor ein uberwaltigendes Gefuhl von Grosse und Macht. Kleinere Figuren an den Seiten stellen Amenhoteps Mutter Mutemwia und seine Gemahlin Teje dar.
Laufende Ausgrabungen
Seit den fruhen 2000er Jahren legen archaologische Ausgrabungen zunehmend Uberreste des einst gewaltigen Totentempels Amenhoteps III. frei -- der in seiner Blutezeit der grosste Tempel im alten Theben war, grosser sogar als Karnak. Neue Statuen und architektonische Fragmente werden regelmassig entdeckt und neben den Kolossen aufgestellt.

Historische Details

Die singende Statue
Nach einem Erdbeben im Jahr 27 v. Chr. begann die nordliche Statue bei Sonnenaufgang einen klagenden Ton von sich zu geben -- wahrscheinlich verursacht durch die thermische Ausdehnung des gesprungenen Steins in der Morgenwaarme. Die Griechen und Romer identifizierten den Klang mit Memnon, dem mythischen athiopischen Konig, der seine Mutter Eos (die Morgenrote) begrusste. Romische Touristen, darunter Kaiser Hadrian, reisten Tausende von Kilometern, um das Phanomen zu horen und ihre Namen in den Sockel zu ritzen -- antikes Graffiti, das bis heute sichtbar ist. Als Kaiser Septimius Severus im 3. Jahrhundert n. Chr. die Statue reparieren liess, verstummte der Gesang fur immer.
Konigliche Bestattung
Fragmente einer Mumie wurden wahrend Ausgrabungen in der Grabkammer gefunden, und einige Gelehrte glauben, sie konnten zu Snofru selbst gehoren -- obwohl diese Identifikation heftig umstritten bleibt, da die Knochen auch von einer spateren intrusiven Bestattung stammen konnten. Das Ratsel wird dadurch vertieft, dass Snofru mindestens drei grosse Pyramiden baute (Meidum, die Knickpyramide und die Rote Pyramide), und es bleibt aufrichtig ungewiss, welche als seine letzte Ruhestatte diente. Trotz seiner Stellung als einer der machtigsten und gefeiertsten Pharaonen des Alten Reiches -- in spateren Texten als wohlwollender und frohlicher Herrscher in Erinnerung -- wurde Snofrus tatsachliches Grab nie eindeutig identifiziert.

Besuchertipps

  • Ein kurzer Halt (15-20 Minuten) auf dem Weg zum Tal der Konige oder zum Hatschepsut-Tempel
  • Der Eintritt ist kostenlos -- die Statuen stehen direkt an der Strasse
  • Die beste Fotozeit ist am fruhen Morgen, wenn die aufgehende Sonne die Statuen beleuchtet

Verwandte Denkmäler

Öffnungszeiten

6 AM5 PM

Eintrittspreis

Free

Epoche

New Kingdom, c. 1350 BC

Erbaut von

Pharaoh Amenhotep III

Standort

25.7205, 32.6104

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